Lexikon

Verleimung

Leimverbindungen sind "flächenfeste" Verbindungen von Holzbauteilen durch Leim. In der Leimfuge können besonders Scherkräfte übertragen werden. Leimverbindungen sind sehr steife Verbindungen, die sich unter Belastung praktisch nicht verschieben. Sie kommen überwiegend bei Brettschichtholz, Schalungsträgern, Holztafeln und Holzwerkstoffen, aber auch zum Einleimen von Verbindungsmitteln aus Stahl zum Einsatz. Auf Grund ihrer fehlenden Duktilität (Dehnungsvermögen), die auf der hohen Steifigkeit beruht, sind Leimverbindungen für die Ausbildung von Fachwerkknotenpunkten ungeeignet.

Tragende Leimverbindungen im Holzbau dürfen nur aus Leimen mit einer Prüfung nach DIN 68141 ausgeführt werden. Dies sind derzeit überwiegend härtbare Kunstharzleime: Harnstoffharz-, Resorcin-, Melaminharz- und Epoxidharzleime.

Die Herstellung von Leimverbindungen unterliegt strengen Regeln (z. B. ein Raumklima von 20°C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 65 %) und kann daher in der Regel nicht auf der Baustelle erfolgen. Die Fertigung von Leimverbindungen ist Betrieben mit einer Leimgenehmigung vorbehalten.

 

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