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Minister lobt den Mittelstand

Zeit für eine Firmenbesichtigung hatte Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales von NRW, vor seiner Festrede in Westerkappeln nicht, dafür hatte er, wie viele andere Gäste auch, zu lange in den Baustellen-Staus auf der Autobahn gestanden. Er konnte der Verzögerung immerhin etwas Gutes abgewinnen: Arbeiten an der Verkehrsinfrastruktur seien wichtig, um Regionen zu erschließen. Und die rege Bautätigkeit zeige, dass es Arbeitsplätze gibt.

Laumann sieht in dem Inhaber geführten Familienunternehmen Derix/Poppensieker & Derix ein Beispiel für den klassischen Mittelstand mit seinem Mut zu Innovationen und seinen gut ausgebildeten Mitarbeitern. Der Mittelstand sei nicht nur das Rückgrat der deutschen Wirtschaft, es ließe sich auch zeigen, dass in Regionen mit starkem Mittelstand wie im Tecklenburger Land, die Arbeitslosigkeit niedrig ist. Hier, am Sitz von Poppensieker & Derix, liegt sie unter 6 %. Beeindruckt zeigte sich der Fachminister davon, dass das Unternehmen 10 % Auszubildende beschäftigt. "Nur mit diesem Willen, Fachkräfte auszubilden", appellierte er an die Zuhörer, "sind wir dem Wettbewerb gewachsen. Den Wettbewerb um die niedrigsten Löhne können und wollen wir nicht bestehen", sagte Laumann, "aber den Wettbewerb um die beste Qualität". Er wünschte dem Unternehmen Gottes Segen und weitere Herausforderungen: "Wenn es die nicht mehr gäbe, wäre es ziemlich langweilig auf der Erde". Er wünschte aber auch gute Kunden, "die pünktlich ihre Rechnungen bezahlen".

 

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